Katzen und Mythologie

Ob göttliche Wesen oder Tiergestalt des Teufels, Katzen hatten schon immer einen großen Einfluss auf uns. Auch heute noch faszinieren uns die Geschichten aus der Mythologie.

Von den Menschen vor langer Zeit als Realität empfunden, bringen uns manche Mythen heute sogar zum lächeln. Doch in allen Zeiten würden wir ohne verrückte Einfälle und kreative Ideen nicht überleben.

Frau Miau erklärt uns die Welt

Bei der Erklärung der Welt, spielte die Katze durch die frühen Zeitalter und Kulturen hinweg immer wieder eine besondere Rolle. Ihr einprägsames Erscheinungsbild und ihr beeindruckendes Wesen gaben ihr ihren Platz in der Mythologie.

Schon früh waren Katzen dem Menschen sehr nah und beeinflussten ihn in verschiedenen Bereichen. Auftreten, Persönlichkeit und Verhalten der Katze – oder auch das ihrer ursprünglicheren Verwandten – waren dem Menschen sehr gegenwärtig und fanden somit auch ihren Weg in die verschiedenen Mythen.

Die Rolle der Katze in der jeweiligen Mythologie unterschiedlicher Kulturen ist dabei immer eine andere. Zu erkennen sind jedoch zwei wesentliche Charakterzüge, die gegensätzlicher nicht sein können.

Die Sanftmütigkeit, ihre Schönheit und ihr liebevolles Wesen machten die Katze in manchen Mythen zu einem Symbol der Liebe, Güte und sogar Mutterschaft. Durch ihre Wehrhaftigkeit und ihr mystisches Erscheinungsbild ist sie oft auch Sinnbild für Selbstbewusstsein oder Stärke bis hin zu einem Zeichen für Bedrohung, Gefahr und Tod.

Teilweise waren diese Rollen so relevant für den Menschen, dass sie das Leben der Katze selbst beeinflussten und ihr sowohl Anbetung als auch offene Abscheu einbrachten. Die bekanntesten Beispiele dafür sind die Verehrung der Katzengöttin Bastet im alten Ägypten und die Assoziation der Katze mit dem Teufel im Mittelalter.

Mythologie: kreative Wissenschaft

Die Mythologie bezeichnet ein komplexes Netz aus vielen einzelnen Mythen, das in der frühen Phase der Menschheit entstand. Jede Kultur entwickelte dabei ihre eigene Mythologie, um sich die Welt und das Leben zu erklären.

Was für uns heute reine Erzählungen sind, war für die Menschen in der Zeit als diese entstanden, ein Ausdruck ihrer Weltanschauung. Sie erklärten Situationen und Begebenheiten, die die Wissenschaft noch nicht entschlüsselt hatte und wurden als Realität empfunden.

Oft haben Mythen einen religiösen und geschichtlichen Zusammenhang und beschreiben neben den enthaltenen Sinnbildern auch Menschen, Orte und Ereignisse, die wirklich existiert oder stattgefunden haben. Dies unterstützte den Glauben an die damit verbundenen Erzählungen.

Warum aber entstanden diese Erzählungen und entwickelten sich zu diesem großen Komplex, den wir heute als Mythologie bezeichnen?

Ich denke, ein Grund für die Entstehung dieser Geschichten ist, dass das Leben und diese Welt ohne Erklärungen zu groß für uns sind. Wir können nicht ohne Fixpunkte existieren und wir können auch unsere Kreativität nicht unterdrücken.

Mythologie ist für mich ein Ausdruck der Kreativität des Menschen. Fand die Wissenschaft keine belegbare Erklärung, wurde diese Lücke mit dem gefüllt, was aus den Gedanken und Schlussfolgerungen der Menschen entstand. Geformt aus dem, was ihnen zur Verfügung stand und sie umgab. Die Wissenschaft beanspruchte diese Erklärungen dabei nicht selten für sich.

Nichts geht ohne Storytelling

Was damals als Realität empfunden wurde, erscheint uns heute schon fast als verrückt oder besessen. Heute sind wir aufgeklärt und wissenschaftliche Belege ersetzen die früheren Weltanschauungen, doch ohne Geschichten können wir trotzdem nicht überleben.

Es ist gut, dass wir heute vieles sehr viel besser wissen. Denn längst nicht alle Mythen sind schöne Geschichten, die das Leben leichter machten. Trotz der damaligen Erklärungen, blieben wir unserem Unwissen ausgeliefert und waren oft machtlos und handlungsunfähig.

Davon angetrieben, wollen wir die Welt immer besser verstehen und so scheint das Kapitel der Mythologie heute längst abgeschlossen. Sie steht jetzt in einem rein geschichtlichen Zusammenhang. Das macht sie für uns jedoch nicht weniger interessant.

Wir schätzen und lieben unser Wissen und unsere Technik. Dennoch lassen wir uns auch heute immer noch gerne von Symbolik leiten und mögen es, unser Leben in Bildern und Geschichten dargestellt zu sehen. Es ist wichtig für uns. Das Bildliche, das Farbige, das Kreative ist etwas, das uns in unserer sehr vielfältigen Welt einen Fixpunkt gibt und uns davor bewahrt, wirklich verrückt zu werden.

An die Cat People dieser Welt

Katzen und Mythologie
Uns ist es natürlich egal, was man von unserer „Catcrazyness“ hält. Aber es ist schön zu wissen, dass wir uns damit in einem ganz selbstverständlichen Zustand befinden.

Immer schon konnten Katzen das Leben der Menschen beeinflussen, denn sie wissen genau, was wir brauchen. Ihnen – und auch den anderen Lebewesen unserer Welt – besondere Wertschätzung entgegen zu bringen, sollte immer etwas Selbstverständliches sein.

Auch wenn unsere Zeit von Wissenschaft und Technik geprägt ist, bleiben wir doch stets kreative Geschöpfe, die sich ihr Überleben damit sichern, einfach schöne und manchmal auch verrückte Ideen hervor zu bringen. Ohne verrückte und mutige Ideen wäre auch unser Fortschritt in Wissenschaft und Technik nicht möglich.

Es spielt keine Rolle, ob Ihr Cat People, Doggie Lovers oder Horse Addicted seid. Hört nicht auf, Eurer „Crazyness“ immer einen Spielraum für neue Ideen zu geben!

Und lasst Euch dabei manchmal vielleicht sogar von unserer Mythologie inspirieren…

Weitere Beiträge zu mythischen und sagenhaften Katzen findet Ihr bald hier auf minipanther.de!

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